Kärnten 25.Mai-4.Juni.06

Vom 25.5.06 bis zum 4.6.06 fand unsere große Sommerausfahrt nach Kärnten statt. Unser Basisquartier schlugen wir auf dem Gemeindecampingplatz in Möllbrücke nahe Spital auf. Der Campingplatz liegt verkehrsgünstig für die Möll, die einfaches Wildwasser vor allem für die Anfänger bietet, und die Lieser mit tollem wuchtig bis verblocktem WW3-4.

Der Campingplatz selber ist klein und mit Kinderspielplatz und nahegelegenem Erlebnisbad sehr kindergeeignet. Das kam natürlich den Familien mit Kleinkindern sehr entgegen.
Auf Grund der frühen Jahreszeit und des nicht ganz so idealen Wetters hatten wir den Campingplatz nahezu für uns allein.
Neben wenigen Tagesgästen machte nur noch ein Scheich (war er wirklich einer?) mit seiner Dienerschaft auf dem Platz Station. Die freundlichen Gäste sorgten für vielerlei Spekulationen und Unterhaltung.
Wir Männer bewunderten vor allem, wie schnell seine beiden angestellten Damen auf sein Händeklatschen hin ihm alle Wünsche erfüllten.
Dem hingegen waren die Kinder vor allem von der Schlange begeistert, die er ihnen vorführte. Allerdings hatte sie keinen Hunger und deshalb durfte die Maus wieder zurück in ihren Käfig und noch ein wenig weiter auf ihr Schicksal warten.
 

Im Laufe des Donnerstags trudelten nach und nach die meisten ein. Die, die über den Felberntauern gefahren waren meist etwas früher, als die, die über die Hauptroute des Tauerntunnels kamen.
Im Laufe der 11 Tage wechselte die Besetzung teilweise, da nicht alle über den gesamten Zeitraum blieben. Alles zusammen waren insgesamt fast 40 Leute in unserem Paddelcamp.
Besonders hat uns natürlich gefreut, dass unsere nach Hamburg geflüchteten –Uli und Heike- mit Tochter und Vereinskollegen uns mal wieder besuchten.

26.5.: Freitags befuhren wir morgens die untere Möll (ab Obervellach) und nachmittags die Lieser bei einem hohem, tollen Wasserstand.
Die Entdeckung des Tages war, dass der Bäcker schon um 3 Uhr auf macht. Leider hat es in der Zeit keiner geschafft sich davon zu überzeugen, dass dies stimmt. 

27.5.: Möll (ab Außerfragant)

28.5.: Sonntags hatten wir noch mal gutes trockenes Wetter und einen guten Wasserstand auf der Gail, was uns ermöglichte schon in St. Lorenzen einzusteigen. Die obere Gail bot uns ununterbrochene Action (WW3+). Ohne Ruhestellen schlängelt sie sich durch das enge wunderschöne Tal, das noch weitgehend unberührt wirkt.
Ab Birnbaum sind dann weitere Paddler zugestiegen und Ebbe und Siggi sind im Topoduo weitergefahren. Ab hier ist die Schwierigkeit geringer.
Eine andere Gruppe ist nochmals untere Möll gefahren.

29.5.: Neuschnee ist ja schön, aber bitte nicht im Sommer beim Kajak fahren! OK, zugegebenermaßen wir waren unterhalb 1000m so dass wir dann nur noch Regen hatten und die weiß bepuderten Berge bewundern durften.
Entsprechend den Temperaturen konnten wir uns nur motivieren ein kleines Stück Möll von Lainach nach Rangersdorf zu fahren. 


30.5.: Bei Regen und eisiger Kälte (7°C) erkundeten wir einen neuen Bach. Die Gurk hat nach der Gurkklamm die mit einer 6er-Stelle endet, kurzzeitig verblocktes WW3- ehe sie ihren Charakter schnell in einen Wanderbach mit kurzen Stromschnellen ändert.
Wesentlich erwärmender war an diesem Tag der Besuch der Therme in Bad Kleinkirchheim.

31.5.: Bei wieder etwas besserem Wetter befuhren wir die Möll von Winklern bis nach Rangersdorf und die Lieser, die diesmal einen geringeren Wasserstand hatte.

1.6.: Die Drau bei Lienz war für einige Neuankömmlinge zum wieder eingewöhnen und für die Surfbegeisterten ein idealer Bach. Viele Kehrwässer und Spielstellen sorgten für Freude bei allen.



1.7.: Wir paddelten nochmals die Gail, die heute einen geringeren Wasserstand hatte. Trotzdem ließ sich die obere Gail noch gut befahren.
Bei Birnbaum wechselten dann teilweise wieder die Fahrer.
Trotz des trockenen Wetters waren bei der Ankunft alle froh wieder in warme Klamotten zu kommen, da der aufkommende Wind die gefühlte Kälte verstärkte.

2.7.: Morgens fuhren wir nochmals Lieser und nachmittags untere Möll.
Abends brachten wir die Hamburger dann nach Villach zum Autozug und gingen anschließend dort aus. Allein an der Tatsache, dass wir erst morgens um 5 zum Campingplatz zurück kamen kann man daraus schließen dass wir uns dort recht wohl gefühlt haben. Zunächst feierten und tanzten wir im Cafe „per du“ ehe wir noch in eine Disco umzogen.


3.7.: Obwohl das Wetter nun langsam besser und wärmer wurde (vielleicht waren es sogar über 20°C) konnte sich die Mehrheit nicht mehr zum Paddeln motivieren. Nach dem Ausschlafen packten wir dann zusammen und machten und am Spätnachmittag Richtung Heimat auf.

Trotz des nur mäßigen Wetters hatten wir schöne Tage mit vielen alten und auch einigen neuen Freunden. Und natürlich wurden schon wieder neue Pläne geschmiedet…